Unser pferdegestütztes Angebot


Coachinggruppen

 für Kinder

Pferdegestütztes Einzelcoaching

Wieherndes Klassenzimmer

Lernen mit Pferden

Reittherapie

Ponygeburtstage

Die pferdegestützte Arbeit wirkt auf vielen Ebenen

Die Sinne
Das Ausbalancieren auf dem Pferderücken schult den Gleichgewichtssinn. Jede Berührung mit dem Pferd fördert auf angenehme Weise den Tastsinn. Mit geschlossenen Augen nimmt man Körper und Raum wahr und spricht somit die Tiefensensibilität an. Der Geruchssinn wird vom Pferd mal auf angenehme, dann aber auch wieder auf eher unangenehm Weise herausgefordert

Die Motorik (Bewegungsabläufe)
Die Bewegung des Pferdes hat 4 verschiedene Bewegungsrichtungen:
 

  • Auf- und Abwärts
  • Vor -und Rückwärts
  • Links -und Rechts Seitwärtsbewegung
  • Drehbewegung

 
Dadurch ist die Art des Pferdes zu laufen eine große Hilfe bei der Entwicklung von Grob -und Feinmotorik, sowie der Koordination des gesamten Körpers. Das Aufrechthalten und das Ausbalancieren fordert ständig wechselnde Muskelanspannung. Dadurch verbessern sich Gang, Bewegung, Koordination und Gleichgewichtssinn.
 
Durch Spiele auf dem Pferd z.B. mit Ball oder Reifen, kann zusätzlich die Auge-Hand Koordination geschult werden.
 
Koordinationstraining für das Gehirn
 
Reiten beansprucht beide Körperhälften und fordert somit auch beide Hirnhälften heraus.
 

  • In der linken Hirnhälfte wohnen:
  • Analyse, Sprache, Zeit und Bewusstsein.
  • In der rechten Hirnhälfte wohnen:
  • Intuition, Bild, das Unbewusste und das ganzheitliche Denken.

 
Durch Körperübungen auf dem Pferd kann man beide Hirnhälften miteinander in Verbindung bringen. Eine wunderbare Voraussetzung für ganzheitliches Denken und Handeln. 90-120 Bewegungsimpulse pro Minute gibt das schreitende Pferd an das menschliche Gehirn weiter. Bewegungsimpulse, die mit der Zeit Bewegungserfahrung werden. Dadurch lösen sich Blockaden und es entsteht Sicherheit, Freude und Vertrauen.
 
Taktgefühl und Rhythmus

Jede Gangart des Pferdes hat einen anderen Takt.
Da ist der beruhigenden 4 Takt im Schritt
Der belebende 2 takt des Trabs
Und der ermutigende 3 Takt im Galopp

Kinder in der Entwicklung können immer wieder aus ihrem Rhythmus geraten. Sie befinden sich dann nicht in ihrer natürlichen Ausgewogenheit. Die gleichförmige Bewegung des Pferdes in unterschiedlichem Takt hilft dem Kind, sich wieder zu "rhythmisieren". Das Pferd wirkt sozusagen als Schrittmacher für ein ausgewogenes Gemüt.

Das Pferd als Spiegelbild

Die Sprache des Pferdes ist die Körpersprache. Es spricht mit seinem Körper zu uns, und es erkennt uns an unserer Körperhaltung. Schon in dem Moment, in dem es uns kommen sieht, kann es uns einstufen: Freund oder Feind. Jede noch so kleine Bewegung von uns spricht in den Augen des Pferdes Bände. Und es reagiert prompt darauf. Angst, Aggression, Freude, Stärke, Mut. All dies zeigt sich für das geübte Auge des Pferdes in unserem Körper.

Das Pferd ist Beutetier, der Mensch Jäger. Eine angeborene Scheu vor dem Menschen lässt das Pferd bei dem kleinsten Anzeichen von Gefahr reagieren. Auch ist das Pferd ein Herdentier. Es sucht immer ein Lebewesen, bei dem es sich in Schutz begeben kann. Ein Gegenüber, bei dem es sich sicher fühlt. Jede unserer Handlungen löst im Pferd eine Reaktion aus. Sind wir aggressiv, wird es sich uns entziehen, gar fliehen. Sind wir ängstlich, nimmt es Angst wahr und reagiert ebenfalls ängstlich. Vertrauen wir dem Pferd, wird es sich uns anvertrauen. Es wird sich uns als potentiellen Herdenführer anschließen, sobald wir ihm mit Vertrauen und Mut entgegenkommen. Nur dann kann es sich sicher fühlen, und darauf bauen, dass der Mensch es bei Gefahr schützt. Wir müssen ihm glauben machen,
dass wir in der Lage sind, ein Wolfsrudel zu vertreiben, käme es zu einem Angriff. Und all dies drücken wir mit unserem Körper aus. Beobachten wir die Reaktionen unseres Pferdes auf uns, erfahren wir viel über uns und lernen uns besser kennen. Wir schulen unsere Selbstwahrnehmung. Durch die bewusste Arbeit an unserem Körper
und seiner Sprache, können wir wachsen, mutig und selbstbewusst werden.



"Der Körper ist der Handschuh der Seele, Seine Sprache, das Wort des Herzens"
Samy Molcho


Das Putzen- mehr als nur die Vorbereitung zum Reiten

Beim Putzen tastet sich das Kind im wahrsten Sinne des Wortes an das Pferd heran. Es entsteht ein nonverbaler Dialog zwischen Kind und Pferd. Durch die Berührung entsteht ein Austausch darüber, was der andere mag, wie er reagiert und was ihm nicht gefällt. Wahrnehmung und Sozialverhalten werden geschult und das Kind erlebt auf diese Weise Anfang und Ende einer Arbeit. Es übernimmt Verantwortung und wird dabei mit wachsendem Selbstbewusstsein belohnt.

Die heilende Wirkung des Pferdes vermittelt sich nicht zwingend von selbst.

Eine gezielte Hinführung und ein Aufmerksam machen helfen dabei. Ein Hinweis, worauf man seine Aufmerksamkeit richten soll, und eine Erklärung über Zusammenhänge, helfen auf dem Weg zur besseren Selbst- und Fremdwahrnehmung. Auch bedarf es einer Begleitung und Hilfestellung, damit aus der Begegnung Kind und Pferd, bei all ihrer Andersartigkeit, eine tragfähige, sichere und gute Beziehung werden kann.

Zu Beginn ist der Wunsch des Kindes nach dem Zusammensein mit dem Pferd geprägt durch Träume und Bedürfnisse. Mit der Zeit kann das Kind seine Fähigkeiten weiterentwickeln, sodass es dem Pferd ein Gegenüber wird. Ein ängstliches Kind kann mutiger und selbstbewusster werden. Ein hyperaktiver Kind kann seine Selbst -und Fremdwahrnehmung, und somit sein Einfühlungsvermögen stärken.

Kann das Reiten auch einschränkende oder belastende Lebenssituationen nicht verändern, so kann es dem Kind doch helfen, mit sich und der Welt besser zurecht zu kommen.


Und bei alle dem macht das Reiten auch noch Spaß!

Da der heilpädagogische Ansatz nicht nur bei Defiziten und Handicaps hilfreich ist, sondern auch bei der wunderbaren Weiterentwicklung eines jeden von uns hilft, ist er der Hintergrund all unserer Reiteinheiten.

Quellennachweis:
"Pferde heilen"
"PferdeTräume" von Armgard Schörle